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Glaubensleere
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Nun, da wir Weihnachten, das heidnische, christlich verbrähmte, Fest der Wintersonnenwende, hinter uns gebracht haben, und die Normalität wieder den Blick frei gibt für entmythologisierte Sichtweisen, könnte eine kritische Betrachtung der uns umgebenden monotheistischen Glaubensrichtungen nicht Schaden.
Und wer könnte uns das besser vermitteln, als der im rheinischen Katholizismus verwurzelte
Jürgen Becker

"Ja, was glauben Sie denn ?"

Eine kabarettistische Götterspeise. Religion und Humor gehören untrennbar zusammen, huldigen sie doch demselben Gedanken: Die Dinge anders zu sehen, als es die vordergründige Vernunft nahe legt. Die Torte gehört auf den Kaffeetisch, doch zur frohen Botschaft wird sie erst im Gesicht des Patenonkels. Genau dort definiert sie den Unterschied zwischen Mensch und Tier. Der Mensch ist das Wesen, das lachen kann. „Der Glaube ist ein Ärgernis für die Vernunft, bemerkte schon Apostel Paulus. So hat die Kirche seit 2000 Jahren das selbe Problem: Sie muss etwas verkaufen, was noch nie jemand gesehen hat. Da kommen sie mit Vernunft nicht weit, da brauchen sie Phantasie ! Eine Jungfrau wird Mutter, ein Toter steht auf, eine Torte fliegt.
Doch Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
Philosophie ist, wenn man trotzdem denkt.
Religion ist, wenn man trotzdem stirbt.
In der modernen multireligiösen Gesellschaft ist Religion ohne Humor vor allem eines: Gefährlich ! Dieses Programm ist ein bestechendes Plädoyer für einen schillernden Polytheismus. Und zeigt dem Publikum auf moussierende Art, wie er alle guten Götter auf seine Seite bringt: Religion als Kuchenblech der Phantasie.

WDR