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Nach dem 70.
°

Wie die Zeit vergeht !

Nun ist Rex auch schon eine Weile tot. -
   Und für mich beginnt das Rückbesinnen auf ein ausgefülltes schaffensfreudiges Leben, mit reichlich aufbauenden, doch auch paar dunklen Phasen, bis hin zum finalen Blitz.
   Daß der von einem der zuständigen Götter verpfuscht wurde und ich mich doch nach wenigen Monaten wieder erholte,  beweist mir die Fehlbarkeit jener Geister.
   In der Folge gelang es mir, mich von allen Gütern zu befreien  um noch paar Jahre das Leben verantwortungsfrei zu Verbringen.
   Es war bei einem der letzten Besuche in Alzey gewesen,
als mir jemand berichtete von Einem, der hätte sich entschlossen glücklich zu sein.
   So werde ich es auch tun, - den Rest der Zeit noch !

Dennoch - über den Abgang kann ich mir ja schon mal Gedanken machen.

.... wie die Zeit vergeht


Ein Lied :
Nun muss ich gehen
Doch lange und schwer
Ein Jahr und mehr
Hab ich mich um unsere Liebe gesorgt
Nun ist sie verdorrt.
Früh verdorrt wie ein Baum,
In saure Erde gesetzt
Und der nicht mehr wächst
Um Früchte zu tragen.
Und Schatten zu spenden
Bis er dann zuletzt
Nach langem Leben
Verlässlich und still
In Würde gealtert
Nicht mehr grün werden will.

Nun muss ich gehen
Doch lange und schwer
Ein Jahr und mehr
Hab ich an meiner Entscheidung getragen
Nun ist mein Entschluss
Endlich gefallen.
Und wie ein Findling
So wuchtig und stumm
Liegt er nun da...
Und diesmal stürze ich ihn nicht mehr um
Doch hat er, wo er liegt,
nicht ein Hälmchen geknickt...
Nur ein paar unerfüllbare Wünsche erstickt.

Nun muss ich gehen
Doch lange und schwer
Ein Jahr und mehr
Hab ich an meiner Trauer getragen
Nun ist mir leicht.
Doch meine Tränen, sie schwemmten,
Wo immer ich stand
Den Erdboden fort.
Niemand hörte mich schreien
Als ich keinen Grund
Unter den Füßen mehr fand...
Jetzt trägt mich mein Entschluss,
Der wie du weißt,
Ein Findling ist
Den auch kein Sturm mit sich reißt.



 

So möcht ich nicht begraben sein

Das sag ich euch: so möcht ich nicht begraben sein,
daß eine gute Mutter meine Erde pflegt.
Nicht unter Rosen liegen, auch nicht unter einem Marmorstein,
will, daß man nichts auf meinen Körper legt.




Ich will so offen liegen, daß mich die Hunde kriegen
und meine Lippen weiß sind wie die Luft.

Will liegen wie ich falle. Ich verzichte
auf diesen letzten Beistand eurer Heuchelei.
Will wie ein Bock auf meiner Erde liegen.
Was soll ich unfrei sein in einer Gruft.

Gestattet, daß ich dies Geschäft allein verrichte.
Kein Nachgesang: Ich war einmal und bin vorbei.


Ich bin getilgt. Ihr habt euch um mein Leben
doch keinen Furz gekümmert. Warum dann um meinen Tod.

Die Augen werden aus den Höhlen treten.
Und meine Füße werden etwas kühl.
Ihr müßt euch keinen letzten Anstrich geben.
Der Körper steift sich und das Blut ist nicht mehr rot.

Ich hab euch früher mal um eure Hand gebeten.
Das ist vorbei. Es stirbt auch das Gefühl.


So will ich neben jedem Nichtsnutz liegen,
dem ich die krumme Faust und das Gesicht entgegenrecke.

Das sag ich euch: so möcht ich nicht begraben sein.
Kein Leichenunternehmer, kein Bestattungsfest.
Den Herrn in seinem schwarzen Gehrock laßt daheim.
Ihr solltet alles lieben, nicht den Rest.
So werd ich euch ein letztes mal noch lieben,
in dem Moment, in dem ich dann verrecke.




Gehört von und gelesen in : Eine ganze Menge Leben ; Konstantin Wecker, So möcht ich nicht begraben sein ; Polydor Stereo 2371 900



Daß die in Konstantin Weckers Lied beschriebene Bestattungsmethode so in unseren Breiten nicht möglich ist, ist mir wohl bewußt.
Also bevorzuge ich die in nachfolgendem Link aufgezeigte. Auch sowas entbindet den/die Nachfahren von pflegendem Gedenken

Friedwald an der Hirschwiese
www.anternia-bestattungen.de

Jetzt haben wir vor einiger Zeit meine Mutter verbuddelt,
da erkannte ich, mittlerweile ist es fast überall moglich "Baumbestattungen" o.ä. zu vollziehen.
Also, warum nicht auch in Alzey verscharrt werden, wo ich die meiste Zeit meines Lebens verbracht und gewirkt habe ?
Doch das überlasse ich dem für mich bzw. für meinen Rest Verantwortlichen.

 

Nun, ich konkretisiere etwas :
Für die verbleibende Zeit ziehe ich mich zurück,
empfange aber gerne jeden, der mit mir in Kontakt treten will.

Zugabe :
(Was ich meinen Kindern in voller Absicht ersparen werde.)
http://youtube.de/embed/Eyd3ziw7Wao

 


 

Mascha Kaléko
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