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Orfeu Negro
Orfeu Negro
ein Film aus dem Jahre 1959, in dem der antike Mythos von Orpheus und Eurydike in die Gegenwart des Karnevals in Rio de Janeiro verlegt wird.


Leider ist dieser Film nur in der Landessprache verfügbar, doch das sollte nicht daran hindern, dennoch der Handlung zu folgen.

Handlung

Euridice, ein Mädchen vom Land, verlässt das Fährschiff und erreicht Leme, einen Stadtteil von Rio de Janeiro. Dort begegnet sie im Trubel der Karnevalsvorbereitungen dem Straßenbahnschaffner Orfeu, der auf der Linie 49 zum Morro da Babilonia seinen Dienst versieht. Er flirtet mit Euridice. An der Endstation erkundigt sie sich bei Hermes, dem Verwalter des Straßenbahndepots, wie sie nach Babilonia kommt, einer Favela auf dem Morro, wo ihre Kusine Serafina wohnt.
Orfeu ist mit der temperamentvollen Mira verlobt. Sie bestellen das Aufgebot. Der Standesbeamte witzelt, zum Ärger Miras, dass ein Orfeu eine Euridice heiraten sollte. Statt ein Geschenk für die Braut zu kaufen, löst Orfeu beim Pfandleiher seine Gitarre aus, denn er ist Musiker einer Sambaschule in Babilonia, die sich auf den Straßenkarneval vorbereitet. Zu dieser Gruppe gehört auch Serafina, eine Nachbarin Orfeus.
Serafina erwartet die Rückkehr ihres Geliebten, des begriffsstutzigen Matrosen Chico. Die Enttäuschung, dass statt seiner die Kusine Euridice erscheint, währt nicht lange. Serafina rät Euridice, am Karneval teilzunehmen. Bei den Vorbereitungen dazu treffen sich Orfeu und Euridice ein zweites Mal.
Orfeu spielt meisterhaft die Gitarre. Die Jungen Zeca und Benedito bewundern sein Spiel und glauben, er könne mit seiner Musik die Sonne aufgehen lassen. Auch Euridice ist verzaubert vom Spiel Orfeus. Sie verlieben sich. Serafina, verliebt in Chico (der endlich eingetroffen ist), bemerkt rasch die Zuneigung der beiden. Sie überlässt Euridice das goldfarbene Kostüm, das sie für sich genäht hat, und sorgt dafür, dass Euridice ihr Inkognito bewahrt. Zunächst weiß nur Orfeu, wer Serafinas Kostüm trägt.
Während der Anproben taucht der „Tod“ auf, ein als Tod kostümierter Mann, der Euridice nachstellt. Vor ihm ist sie aus ihrem Heimatdorf geflohen. Euridice erkennt ihn und flieht panisch. Orfeu stellt den hartnäckigen Verfolger, bereit zum Zweikampf mit dem Messer, und treibt ihn in die Flucht. Die Nacht verbringen Orfeu und Euridice zusammen.
Zwei Menschen lüften Euridices Inkognito: Mira und der „Tod“. Während des großen Karnevalumzugs sucht Orfeus Verlobte Händel mit Euridice. Als die eifersüchtige Mira handgreiflich wird, tritt der „Tod“ dazwischen und unterbindet den Angriff auf die Frau, die er selbst aus gekränkter Liebe verfolgt. Es gelingt Euridice zu entkommen. Sie flieht zu Hermes in das Straßenbahndepot. Orfeu folgt ihr, um sie zu beschützen. Der „Tod“ spürt sie auf. Euridice versucht, sich zu verstecken. Sie klettert auf das Dach einer Straßenbahn und hält sich an der Oberleitung fest. In diesem Augenblick erreicht Orfeu das Depot und schaltet den Stromkreis ein, um es zu beleuchten. Euridice stirbt durch den Stromschlag.
Ein Notarztwagen bringt Euridice fort (der „Tod“ fährt mit). Orfeu weiß nicht, wohin sie gebracht wurde, und sucht sie in den Unfallstationen und Krankenhäusern. Ein Alter in einem Bürohaus, das auch das Vermisstenbüro beherbergt, gibt ihm den Rat, sich bei einer Macumba-Gemeinde (einer synkretistischen Religionsgemeinschaft) nach ihr zu erkundigen, und verschafft ihm den Zutritt zu ihr.
Die Gläubigen tanzen sich in Trance. Eine alte Frau spricht mit der Stimme Euridices. Orfeu dreht sich zu ihr, erkennt den Irrtum und verlässt verzweifelt den kultischen Ort. Hermes findet Orfeu entkräftet an der Straße liegen. Der Depotvorsteher erklärt, er habe alle Formalitäten erledigt, die es Orfeu gestatten, die Leiche der Geliebten aus der Morgue (Leichenschauhaus) zu sich nach Hause zu holen.
Orfeu trägt Euridice am frühen Morgen durch Rio nach Babilonia hinauf. Dort erwartet Mira ihren Verlobten, der scheinbar die lebende Geliebte in den Armen hält. Rasend vor Eifersucht wirft sie einen Stein nach ihm, der ihn am Kopf trifft, so dass er den Halt verliert und mit der Leiche Euridices einen Steilhang hinabfällt. Orfeu stirbt. Die Leichen der Liebenden werden durch die lanzenförmigen Blätter einer Agave aufgefangen.
Der Schluss zeigt, wie Benedito, der die Gitarre Orfeus geerbt hat, "die Sonne aufgehen lässt". Die kleine Freundin tanzt zu seinen Etuden und erklärt ihn zum neuen Orfeu: Die Geschichte von Orpheus und Eurydike nimmt einen neuen Anfang.


Link : http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42623321.html

http://www.amazon.de/Orfeu-Negro-Focus-Breno-Mello/dp/B000JJ39LY/ref=tmm_dvd_title_0?_encoding=UTF8&qid=&sr= 

Beachten sie auch : "L'Orfeo" Oper von Monteverdi