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Du bist so haesslich, ...

"Du bist so häßlich,
daß ich´s kaum ertragen kann …"

Ein Lied, daß mir vor Mitte der --80er, 
vor meinem Lebensumbruch,
oft durch den Kopf ging :
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Ich leb´ nun schon so lange mit der selben Frau
im selben Bau
und stott´re meine Lebensrunden ab.
Dieselben Kämpfe um die Macht,
dieselben Pflichten in der Nacht
ich werde kraftlos und die Hirnsubstanz wird knapp.
 

Uns ging die Liebe wie ein Taschentuch verlorn,
wenn sie mich anspricht, steh´ ich neben mir.
Nur manchmal, wenn ich träum, bin ich wie neu geboren
und spiel den starken Mann und sag´ es ihr :
Du bist so häßlich, daß ich´s kaum ertragen kann,
mich stört dein Lächeln und dein Gang,
mich stört die Art, wie du mich ansiehst,
du bist so häßlich, daß ich´s kaum ertragen kann,
mich stört dein Anstand und schon lang
regt es mich auf, daß du mich anziehst ;
Daß du mich immer noch anziehst.
Ich bin nun ´mal ein Untertan,
die Welt faßt sich wie Klebstoff an,
das Leben rennt voll Lust an mir vorbei.
Dieselbe Arbeit Tag für Tag,
ein Gläschen Freiheit laut Vertrag.
Statt Held zu sein bin ich ein weiches Ei.


Dann kommen Freunde und belagern meine Zeit,
die alten Sprüche und ich spiel´ mit meinen Zehen
anstatt jetzt aufzuspringen, zornig und sehr breit
mich vor sie hinzustellen, damit sie jedes Wort verstehen:
Ihr seid so häßlich, daß ich´s kaum ertragen kann
und euer kindischer Gesang
von Glück und Freundschaft bringt mich um,
ihr seid so häßlich, daß ich´s kaum ertragen kann
und euer lächerlicher Drang,
mit mir zu lachen, ist so dumm;
Ist so furchtbar dumm.
Ich leb´ schon viel zu lange mit der selben Frau
im selben Bau
und stott´re meine Lebensrunden ab.
Dieselbe Feigheit jeden Tag
nicht das zu sagen was man mag -
selbst meine Heldenträume werden langsam knapp.


Und irgendwann, ich weiß genau, wird sie mich fragen,
warum ich dauernd vor mir fortgelaufen bin.
Ich werde stumm sein und wie immer schweigend klagen,
ja, und dann sagt sie´s mir und stellt sich siegreich vor mich hin:
„Du bist so häßlich, daß ich´s kaum ertragen kann,
mich stört dein Lächeln und dein Gang
mich stört die Art wie du mich ansiehst.
Du bist so häßlich, daß ich´s kaum ertragen kann
doch es befriedigt mich schon lang,
daß du mich endlich nicht mehr anziehst ;
Daß du mich endlich nicht mehr anziehst.“


… und weil ich anfangs einen Lebensumbruch andeutete,
es erinnerte mich an ein amüsantes Video :